Förderverein Historische Westsächsische Eisenbahnen e.V.

Historie des Verein

Der Förderverein Historische Westsächsische Eisenbahnen e.V. (kurz FHWE) wurde am 18. April 1999 gegründet. Über ein Jahr lang beschränkte sich die Vereinsarbeit auf formelle Dinge, die im Vorfeld abzuklären waren, bevor die praktischen Arbeiten beginnen konnten. 

Ausgangspunkt aller Aktivitäten war die Sanierung des Schmalspur - Lokomotivschuppens in Carlsfeld. Dieses Heizhaus ist ein sächsischer Standardbau, wie er einst auf mehreren sächsischen Schmalspurbahnhöfen existierte. Die Gebäude wurden jedoch fast alle abgerissen. Der Carlsfelder Lokschuppen ist heute der letzte im Originalzustand erhaltene seiner Art. Er trägt als einziger die ursprüngliche Holzverkleidung und steht unter Denkmalschutz. Das Haus ist eingleisig und einständig, es bietet damit lediglich Platz für eine einzige Lokomotive. Die Rettung des Carlsfelder Lokschuppens vor dem Abriss hat eine interessante Vorgeschichte. Viele der jetzt im FHWE aktiven Mitglieder waren vor einigen Jahren die Triebkräfte in der Museumsbahn Schönheide/Carlsfeld e.V.. Wesentliche Erfolge, sei es bei der Beschaffung von Fahrzeugen und Finanzen oder bei der Organisation von ABM-Maßnahmen, hat dieser Verein jetzigen Mitgliedern des FHWE zu verdanken. Durch Veränderungen in der Personalstruktur der Museumsbahn Schönheide verfolgt dieser Verein das Ziel einer Streckenverlängerung der Museumsbahn über Schönheide Mitte hinaus seit 1997 nicht mehr. Vielmehr konzentriert man sich auf die Fahrzeugaufarbeitung. Hierbei werden in Schönheide nach wie vor Erfolge erzielt, jedoch reichte dies einer Vielzahl von Mitgliedern nicht aus. Sie wollten die Museumsbahn in Richtung Carlsfeld weiter entwickeln. Dort jedoch hatte sich in den Jahren nach 1992 nichts mehr getan, und das hiesige Heizhaus verfiel zusehends.

In total verfallenem Zustand präsentiert sich der Lokschuppen in Carlsfeld im Juli 2000. Foto: H. Drosdeck

Am 18.11.2000 stand bereits das Gerüst und die Arbeiten begannen. Foto: H. Drosdeck Vereinsmitglied Sandro Höppner beim Aufmauern des neuen Schornsteins. Foto: H. Drosdeck Am 16.02.2001 präsentierte sich das Gebäude mit der neuen Holzverkleidung. Für den Herbst 2002/Frühjahr 2003 steht unter anderem die farbliche Behandlung der Fassade an. Foto: H. Drosdeck

Als die Stadt Eibenstock als Eigentümer des Carlsfelder Lokschuppens deshalb im Sommer 1998 mit dem Abriss des Gebäudes begann, bemerkte der jetzige Vereinsvorsitzende des FHWE den Abriss durch Zufall und stoppte ihn noch am selben Tag. In der Folgezeit wurde die Stadt Eibenstock davon überzeugt, dass sich der Lokschuppen gut in die weitere Ortsgestaltung einbinden lässt. Ein Sanierungskonzept wurde erarbeitet. Nach langwierigen Verhandlungen bezüglich der Finanzierung konnte im Herbst 2000 die Sanierung des Lokschuppens beginnen. In einem halben Jahr wurde aus einer total verfallenen Ruine ein ansehnliches architektonisches Schmuckstück. Als erstes wurde das Dach neu gedeckt. Dem begonnen Abriss 1998 fielen bereits zum größten Teil die Holzverkleidung und das komplette Schuppentor zum Opfer. Beides wurde neu gefertigt und angebaut. Eine Augenweide sind die an ihren Enden verzierten Dachbalken. Sie stellen in dieser Form an einem Lokschuppen wohl eine Einmaligkeit dar. Auch besitzt unser Heizhaus in der Maschinenhalle wieder Fenster. Auch erfolgte der Innenausbau und die Wiederherstellung der Gleisgrube für die Lokomotive, so dass heute wieder ein Fahrzeuge in dem Schuppen abgestellt werden kann.

Das Carlsfelder Bahnhofsareal wurde 2003 zu einem Dorfplatz ausgebaut, so dass hier Kirmes, Weihnachtsmärkte usw. stattfinden können. Hierbei wurde auch die gleichzeitig entstandene Bahnhofsgleisanlage einschließlich dem Lokschuppen in das geschaffene Dorfplatz - Ensemble einbezogen und ist somit ein zentraler Punkt in der Dorfgestaltung, Denkmal für die Schmalspurbahn und Museum zugleich. Außerdem wurde durch die Sanierung des Heizhauses ein Bahngebäude mit einer einmaligen Architektur der Nachwelt erhalten. In der weiteren Perspektive soll dies alles aber den Grundstock für den Wiederaufbau der Schmalspurbahn Schönheide Süd - Carlsfeld bilden.

Dieser Blick bot sich von der ehemaligen Brücke des Anschlußgleises zur Glashütte Carlsfeld auf den im neuen Glanz erstrahlten Lokschuppen im Winter 2000. Foto: M. Drosdeck Dieses Bild bot der Carlsfelder Lokschuppen im Februar 2001. Sogar der historische S4000 macht vor dem Heizhaus einen hervorragenden Eindruck. Foto: M. Drosdeck Die vor einigen Jahren aus dem ehemaligen Heizhaus Freital-Potschappel geretteten Fenster passen dank der sächsischen Normen auch in den Carlsfelder Lokschuppen. Foto: H. Drosdeck

Auch die gewaltigen Schuppentore, mit ihren in Handarbeit hergestellten schmiedeeisernen Beschlägen, lassen die Rekonstruktion des Lokschuppens vollkommen erscheinen. Foto: H. Drosdeck Große handwerkliche Fähigkeiten bewiesen alle an der Rekonstruktion beteiligten Handwerker. Wie hier, als es um die Gestaltung der Sparrenköpfe nach alten Vorbildern ging. Foto: H. Drosdeck

Wenn Sie sich von unserer Arbeit einmal persönlich überzeugen möchten, schauen Sie doch bei uns einfach einmal vorbei. Wie Sie am besten zu uns kommen, erfahren Sie aus unserer Anfahrtskizze.

Schauen sie mal vorbei - wir freuen uns über ihren Besuch!

FHWE-Startseite