Förderverein Historische Westsächsische Eisenbahnen e.V.
Aktuelles vom Verein (Stand: 2. September 2017)

nach oben 27.09.2017: Saisonabschluss Wernersgrüner Schienen-Express am Tag der Deutschen Einheit

Der letzter öffentliche Fahrtag 2017 unseres WEX findet am (3. Oktober) statt.

Der WEX verkehrt nach dem bekannten Fahrplan jeweils um 10:00, 12:00, 14:00 und 16:00 Uhr ab Schönheide Süd (Wilzschhaus) und zurück ab Hammerbrücke um 10:55, 12:55, 14:55 und 16:55 Uhr.

Weitere Informationen gibt es unter den folgenden Links:

Der FHWE möchte sie herzlich zu einer Fahrt auf der CA-Linie einladen!

nach oben 27.09.2017: Vereinseinsatz in Schönheide Süd

Am Sonnabend (30. September) findet wieder ein Vereinseinsatz des FHWE statt.

Treffpunkt ist ab 10:00 Uhr in Schönheide Süd. Weitere Infos gibt es per Email unter dieser Adresse: vereinseinsatz@fhwe.de.

Siehe auch hier!

nach oben 02.09.2017: FHWE erhält Fördermittel für die Sanierung des Empfangsgebäudes des Bahnhofs Schönheide Ost

FHWE . Bereits am 25. Juli 2017 hat der FHWE bezüglich der seit 2009 angestrebten bzw. vorangetriebenen Wiederinbetriebnahme des 5,5 km langen Streckenteils Schönheide Ost - Schönheide Süd der CA-Linie einen weiteren Meilenstein erreicht. An diesem Tag übergab der Landrat des Erzgebirgskreises, Herr Frank Vogel (CDU) im Beisein des Sächsischen Staatsministers für Umwelt und Landwirtschaft, Herrn Thomas Schmidt (CDU) dem 1. Vorsitzenden des FHWE, Marco Drosdeck, den Fördermittelbescheid für die Sanierung des Empfangsgebäudes des Bahnhofs Schönheide Ost. Begleitet wurden der Landrat und der Staatsminister von einer rund 15 Personen umfassenden Kommission aus verschiedenen Vertretern der sächsischen Landes- und Kommunalpolitik, u.a. von Bürgermeistern umliegender Städte und Gemeinden sowie weiteren Vertretern. Unter diesen befand sich auch Herr Dr. Wolfgang Ternick, Rechtsanwalt und Vorstandsvorsitzender des Vereins Zukunft Westerzgebirge e.V. Der Verein Zukunft Westerzgebirge e.V. ist die Trägerinstitution der LEADER-Region Westerzgebirge und damit eines der wichtigsten Lenkungs- und Entscheidungsgremien bei der Vergabe von Fördermitteln aus dem für gemeinnützige Vereine sehr wichtigen LEADER-Programm.

Wie bekannt, ist es das Ziel des FHWE, den seit 2008 zwischen Schönheide Süd und Hammerbrücke bestehenden Motordraisinenverkehr "Wernesgrüner Schienen-Express" auf die beiden bisher noch nicht regulär befahrenen Streckenteile Schönheide Ost - Schönheide Süd sowie Hammerbrücke - Muldenberg auszudehnen. Aufgrund der komplizierten technischen und betrieblichen Gesamtsituation auf der Strecke Schönheide Ost - Muldenberg kann dieses Ziel nur langfristig und mit viel Beharrlichkeit erreicht werden. Der FHWE ist und bleibt hier "am Ball" und mit dem Fördermittelbescheid für den Bahnhof Schönheide Ost hat sich diese Beharrlichkeit wieder einmal ausgezahlt.

Das Empfangsgebäude Schönheide Ost ist für die Wiederinbetriebnahme des Streckenabschnittes Schönheide Ost - Schönheide Süd von zentraler Bedeutung. Analog zum Spurwechselbahnhof und Betriebsmittelpunkt Schönheide Süd soll auch der Bahnhof Schönheide Ost als Gesamtensemble in vollständiger und authentischer Form erhalten bleiben. Aus diesem Grunde erwarb der FHWE das Bahnhofsgebäude von Schönheide Ost im Jahre 2009 vom Bundeseisenbahnvermögen - dies in wohlweislicher Voraussicht und mit dem Ziel, das Haus zu erhalten und zu sanieren, sobald sich hierfür realistische Möglichkeiten auftun.

In den Folgejahren gab es diverse substanzsichernde Baumaßnahmen an dem Gebäude in Vereins-Eigenregie, so etwa wichtige Reparaturen am Dach, im Stellwerksbereich der Einbau neuer, nach historischer Vorlage gefertigter Fenster, die Sanierung einer Tür sowie Entkernungsarbeiten. Eine umfassende Sanierung des Bahnhofsgebäudes Schönheide Ost ist für den FHWE jedoch nicht rein aus eigener Kraft, sondern nur mit externer finanzieller Unterstützung möglich. Diese kann nun erfreulicherweise mit dem am 25. Juli 2017 überreichten Fördermittelbescheid aus dem LEADER-Programm als gesichert angesehen werden.

Ein einfacher Weg zu diesen Fördermitteln war es nicht. Mittels des Vorgängerprogramms LEADER+ hatte der FHWE bereits zwischen 2005 und 2007 den Kauf und die Sanierung des Bahnhofsgebäudes in Schönheide Süd realisieren können. Die zum 1. Januar 2008 in Kraft getretene neue Förderrichtlinie, die de facto einer Abschaffung des Förderprogramms LEADER+ in damaliger Form gleichkam, machte erneute Bauprojekte auf dieser Basis für die kommenden Jahre unmöglich. Doch 2014 gab es eine Neuauflage des Programms, nunmehr nur noch unter dem Namen LEADER. Diese sich auftuende Chance nutzte der Verein unverzüglich, sich um Fördergelder für den Bahnhof Schönheide Ost zu bemühen, indem die Sanierung des hiesigen Empfangsgebäudes als Projektvorschlag für LEADER eingereicht wurde.

Dem Vorhaben wurde vor drei Jahren zunächst der Arbeitstitel "RadSTATION Schönheide" verliehen, denn der Schönheider Ortsteil Schönheiderhammer, in welchem der Bahnhof Schönheide Ost liegt (und bis 1950 hieß der Bahnhof Schönheide Ost ja auch Schönheiderhammer), ist das nächste Etappenziel beim weiteren Bau des Muldentalradweges. Dieser in unserer Region ab 2008 errichtete, landschaftlich äußerst schöne Fahrradweg verläuft ab Aue in Richtung Blauenthal zunächst auf der ehemaligen Trasse der CA-Linie. Zwischen Aue und Wolfsgrün wurde der Radweg 2013 eröffnet und erfreut sich seither großer Beliebtheit. U.a. führt der Weg auch durch den Bockauer Eisenbahntunnel. Der nächste, per Stand 2017 in Planung befindliche Bauabschnitt des Mulderadweges ist die Umfahrung der Talsperre Eibenstock und somit die Fortführung des Radweges von Wolfsgrün bis Schönheiderhammer. Perspektivisch soll der Radweg über Wilzschhaus, Muldenhammer und Schöneck parallel zur CA-Linie weitergeführt werden, um im Endausbauzustand in Adorf auf den vogtländischen Elstertalradweg zu stoßen.

Im Rahmen einer sinnvollen touristischen Entwicklung kann dem Bahnhofsgebäude Schönheide Ost deshalb die wichtige Doppelrolle zukommen, einerseits zukünftig sowohl seine ursprüngliche Funktion als Zugangsstelle zu den Zügen des FHWE in Richtung Schönheide Süd/Muldenberg wieder wahrzunehmen als auch als Zwischenstation für die Radfahrer auf dem Muldentalradweg zu dienen und beispielweise einen Rastplatz mit öffentlichen Toiletten wie auch perspektivisch eine gastronomische Einrichtung bieten zu können. Außerdem soll sich der Bahnhof Schönheide Ost zu einem Umsteigepunkt zwischen Bahn und Rad bzw. umgekehrt entwickeln. Dieser Bedeutung des Empfangsgebäudes Schönheide Ost auch für den Fahrradverkehr Rechnung tragend, wurde das vom FHWE vorgeschlagene LEADER-Projekt zur Sanierung des Hauses im Jahre 2014 wie erwähnt vorerst als "RadSTATION Schönheide" bezeichnet.

Doch dieser erste Versuch verlief nicht sogleich erfolgreich: 2015 erhielt der Verein zunächst einen ablehnenden Bescheid. Doch wer aufgibt, hat bekanntlich schon verloren und so konnte die logische und konsequente Schlussfolgerung aus diesem Teil-Misserfolg insbesondere für den 1. Vorsitzenden des FHWE nur lauten, es erneut zu probieren. Nach einer Überarbeitung und Präzisierung des Projektvorschlages wurde dieser im Frühjahr 2016 erneut eingereicht und - erweitert um die Komponente Eisenbahn - nunmehr "Rad- und BahnSTATION Schönheide" genannt. Dieses Mal war das Vorhaben von Erfolg gekrönt: Im Dezember 2016 erhielt der Verein die Information, dass das Projekt die Hürde des Vorentscheides genommen habe und somit der eigentliche Fördermittelantrag gestellt werden kann. Daraufhin schloss sich - wiederum vorrangig für den 1. Vorsitzenden des FHWE - in der ersten Jahreshälfte 2017 eine umfangreiche Verwaltungs- und Bürotätigkeit zur vollständigen und termingerechten Erarbeitung des Fördermittelantrages an. Dieser Aufwand hatte sich gelohnt: Rund ein halbes Jahr später bekam der Verein Anfang Juni dieses Jahres die Vorab-Info, dass dem Fördermittelantrag voraussichtlich stattgegeben werde und zwar in Höhe der maximal möglichen Fördersumme von 150.000 €. Nach der Erledigung weiterer, letzter formeller Zuarbeiten hat der FHWE nun seit dem 25. Juli 2017 mit dem Erhalt des offiziellen Fördermittelbescheides Rechtssicherheit bezüglich der Sanierung des Bahnhofsgebäudes Schönheide Ost.

Einfach wird diese Baumaßnahme für den Verein dennoch nicht: Bei einem geplanten Gesamtinvestitionsvolumen von rund 195.000 € und der Fördermittelsumme von 150.000 € wird der FHWE einen Eigenanteil von rund 45.000 € zu tragen haben. Das Vorhaben umfasst zum einen die umfassende Außensanierung des Empfangsgebäudes inklusive einer Reparatur des Daches, der Fassadensanierung, dem teilweisen Austausch von Türen und Fenstern bzw. der Sanierung noch verwendungsfähiger Türen und Fenster. Des Weiteren wird die komplette Haustechnik erneuert, sprich sämtliche Medien wie Elektroinstallation, Wasser- und Abwasserleitungen, Blitzschutzanlage usw. Analog zu Schönheide Süd erfolgt die Innensanierung zunächst im Erdgeschoss. Auf diese Art und Weise werden u.a. auch der historische Warteraum mit seiner gusseisernen Jugendstilsäule in der Mitte, der Fahrkarten- sowie der Gepäckschalter und andere, einst eisenbahntypische Funktionsräume eines Bahnhofsgebäudes wiederhergestellt. Je nach Verlauf und Dauer der nun zu tätigenden Ausschreibungen sowie abhängig von der Witterung im Winter 2017/18 ist mit einem Baubeginn im Herbst oder gegen Jahresende 2017 zu rechnen. Die Fertigstellung und Abrechnung des Projektes hat bis Jahresende 2018 zu erfolgen.

Und wie geht es nach der Sanierung des Empfangsgebäudes Schönheide Ost mit dem Streckenabschnitt Schönheide Ost - Schönheide Süd weiter? Seine dargestellte, potenzielle Bedeutung für den Muldentalradweg wird der Bahnhof Schönheide Ost freilich erst mit der Fertigstellung und der Eröffnung des Radweges im Abschnitt Wolfsgrün - Schönheiderhammer erhalten können. Wann der Radweg gebaut und eröffnet wird, liegt naturgemäß nicht in der Hand des FHWE.

Für den Bahnverkehr wird der Bahnhof mit der Erweiterung der Fahrtstrecke des "Wernesgrüner Schienen-Express" nach Schönheide Ost seine dauerhafte Bedeutung erlangen. Diesbezüglich ist Vorsicht geboten, was zu stark gewagte Prognosen bezüglich eines möglichen Eröffnungstermins angeht. Folgende wichtige Dinge sollen an dieser Stelle hierzu jedoch erwähnt sein. Punkt 1 betrifft die rechtliche Seite: Nachdem zu Beginn der 2010er Jahre mehrere Jahre lang unklar war, ob eine Erweiterung der bestehenden Betriebserlaubnis des "Wernesgrüner Schienen-Express" für den Streckenabschnitt Schönheide Ost - Schönheide Süd zustande kommen wird, stehen der für einen Betrieb notwendigen Erweiterung der Betriebserlaubnis inzwischen keine unüberwindbaren oder unklaren juristischen Hürden mehr im Wege.

Voraussetzung für eine Erteilung der Erweiterung der Betriebserlaubnis ist jedoch die Klärung von Punkt 2, dem technischen Zustand der Strecke. Dabei ist von Belang: In den vergangenen Jahren wurden durch den FHWE bereits umfangreiche Arbeiten zur Verbesserung des technischen Zustandes des Streckenabschnittes Schönheide Ost - Schönheide Süd geleistet, so u.a. 2009 die (Teil)-Sanierung der Flussgrabenbrücke an der Bahnhofseinfahrt von Schönheide Ost, 2015 die Sanierung des Bahnüberganges in der Ortslage Altwiesenhaus sowie wiederholt in all den Jahren bereits seit 2003 umfangreiche Arbeiten zur Beseitigung von Wildwuchs auf der Strecke. Dennoch sind diese Arbeiten bisher noch nicht ausreichend gewesen. Mit Bauzügen ist der Bahnhof Schönheide Ost seit 2009 wieder erreichbar. In jenem Jahr fuhr auch der "Wernesgrüner Schienen-Express" erstmals probehalber und damit nicht öffentlich nach Schönheide Ost. Für einen dauerhaften und öffentlichen Fahrverkehr müssen zwischen Schönheide Ost und Süd in einigen Bereichen des Streckengleises jedoch auch verbrauchte Schwellen ausgetauscht und der Oberbau stabilisiert werden (Schottern und Stopfen). Diese Arbeiten sprengen den Rahmen des in reiner Vereinsarbeit zu erzielenden Pensums. Per Stand 2017 gibt es aber - vorsichtig ausgedrückt - erste Anzeichen, dass für den Zeitraum 2018 bis 2020 für den FHWE Fördermittel beantragbar werden können, um die notwendigen Gleisarbeiten im Streckenabschnitt Schönheide Ost - Schönheide Süd 2019 oder 2020 durchführen zu können.

Sollte sich diese momentane positive Entwicklung bestätigen, stabilisieren und fortsetzen, so erscheint es im Rahmen des Möglichen, entweder 2019 oder im Falle von Verzögerungen erst 2020 den Fahrverkehr mit dem "Wernesgrüner Schienen-Express" zwischen Schönheide Ost und Süd tatsächlich aufnehmen zu können. Noch weiter gedacht könnte dieser dann dementsprechend gleissanierte Streckenteil der CA-Linie auch potenziell der erste Abschnitt werden, auf welchem der angestrebte historische Reisezug "Wilzschhaus Nostalgie-Express" wird Fahrt aufnehmen können.

Für heute, hier und jetzt steht zunächst die frohe Botschaft vom Erhalt des Fördermittelbescheides für die Sanierung des Bahnhofsgebäudes von Schönheide Ost im Raume. Dieses Vorhaben wird eines der Hauptbetätigungsfelder des FHWE im Zeitraum 2017/18 sein. In diesem Zusammenhang sei auch nochmals an den Sonderspendenaufruf des FHWE zur Kofinanzierung des Kaufs der Strecke Schönheide Ost - Muldenberg erinnert. Die Sanierung des Empfangsgebäudes Schönheide Ost steht hiermit in Zusammenhang und trotz Fördergeldern muss der Verein stets die notwendigen Eigenanteile in Höhe von jeweils mehreren zehntausenden Euro aufbringen. Dies kann nur durch Spenden gelingen:


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Spende Streckenkauf CA
Spendenziel: 20.000 Euro

Benötigt wird auch Ihre Spende - vielen Dank!


nach oben 25.08.2017: Bahnsteigneubau Hammerbrücke / Wernesgrüner Schienen-Express ab Juni bzw. September 2017 barrierefrei

FHWE . Seit Juni dieses Jahres verkehrt der „Wernesgrüner Schienen-Express” (WEX) im Probebetrieb barrierefrei, sprich behindertengerecht. Vsl. ab September 2017 wird dies der Regelfall sein. Möglich wurde das durch Fördermittel aus dem Programm „Lieblingsplätze für Alle” zum Abbau von Barrieren bzw. der Schaffung von Barrierefreiheit für mobilitätseingeschränkte Personen. Mit Mitteln aus diesem Förderprogramm konnte der FHWE in der ersten Jahreshälfte 2017 im Bahnhof Hammerbrücke einen neuen, barrierefreien Bahnsteig errichten sowie einen für Rollstuhlfahrer geeigneten und damit insgesamt vierten Fahrgastwagen für den WEX aufbauen. Dieser erhielt die Betriebsnummer VB 24 04.

Offiziell erhielt der FHWE sowohl für den barrierefreien Bahnsteigneubau in Hammerbrücke als auch für den Aufbau des behindertengerechten, neuen WEX-Fahrgastwagens über das Förderprogramm „Lieblingsplätze für Alle” eine 100 %-Förderung. Andere Förderprogramme sind - insofern die öffentliche Hand für bestimmte Zwecke Fördergelder bereitstellt - heutzutage in aller Regel niemals mehr mit einer Förderquote von 100 % behaftet, sondern die Förderquoten schwanken zwischen 30 und maximal 90 %. Dadurch verbleiben beim Projektträger oftmals hohe Eigenanteile, die so manches Vorhaben dadurch unmöglich machen, wenn notwendige Eigenanteile nicht aufgebracht werden können. Der soziale Bereich im Allgemeinen sowie die Beseitigung von Barrieren für mobilitätseingeschränkte Personen im Speziellen gehören jedoch zu den wenigen Themen in unserer Gesellschaft, für welche es in bestimmten Fällen auch heutzutage noch Fördergelder mit einer Förderquote von 100 % gibt. Für den Bau des barrierefreien Bahnsteiges in Hammerbrücke sowie für den Aufbau des behindertengerechten, neuen WEX-Fahrgastwagens konnte der FHWE solche Fördergelder erfreulicherweise nutzen.

Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist aber, dass dem Verein trotz der offiziellen Förderquote von 100 % unter Praxisbedingungen auch bei diesen beiden Vorhaben ein Eigenanteil von insgesamt rund 11.000 € verblieb. Denn generell niemals förderfähig sind während eines Projekts eintretende Kostensteigerungen, die aber in der Realität bei fast allen Vorhaben während der Projektdauer eintreten. So war der Bahnsteigneubau in Hammerbrücke mit rund 25.000 € veranschlagt. So hoch war auch die Fördersumme hierfür. Die tatsächlichen Kosten für den Bahnsteig betrugen unterm Strich rund 32.000 €, was rund 7.000 € Eigenanteil für den FHWE ergibt.

Der Aufbau des barrierefreien Fahrgastwagens des WEX war mit rund 21.000 € veranschlagt und auch hier belief sich die Förderung auf den genannten Betrag, wobei die Hälfte des Förderbetrages vom Vogtlandkreis und die Hälfte vom Erzgebirgskreis kamen. Denn beim Aufbau des behindertengerechten WEX-Fahrgastwagens handelte es sich um ein landkreisübergreifendes Projekt. Allein dies stellt eine hohe Wertschätzung der öffentlichen Hand gegenüber den Vorhaben des FHWE dar, dass sich zwei Landkreise an einem Vorhaben beteiligt haben. Die Koordination verschiedener öffentlicher Gebietskörperschaften untereinander stellt sich bekanntlich selten als problemlos dar - dass es in diesem Falle aber sehr gut geklappt hat, darf gut und gerne als besonders positives Zeichen gewertet werden.

Zum Schluss schlug der Aufbau des behindertengerechten WEX-Fahrgastwagens jedoch nicht mit 21.000 €, sondern mit rund 25.000 € zu Buche. Dies stellt eine Kostenüberschreitung von rund 4.000 € und damit einen Eigenanteil für den FHWE in dieser Höhe dar. Insgesamt hat der FHWE damit im ersten Halbjahr 2017 einen Eigenanteil von 11.000 € in die Herstellung der Barrierefreiheit des „Wernesgrüner Schienen-Express” investiert. Damit beweist der Verein einmal mehr, dass sich sein Wirken bei weitem nicht in der Pflege von Eisenbahnnostalgie erschöpft, sondern der FHWE sich im sprichwörtlichen Sinne dem Gemeinnutz in hohem Maße verpflichtet fühlt.

Feierlich der Öffentlichkeit übergeben wurde der barrierefreie Bahnsteig in Hammerbrücke zusammen mit dem rollstuhlfahrergerechten WEX-Fahrgastwagen bereits am 24. Juni 2017. Im Rahmen einer Festveranstaltung begrüßte der FHWE eine Reihe von am Projekt beteiligten Gästen aus Politik und Verwaltung. So hieß der Verein die sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Frau Barbara Klepsch herzlich willkommen. Ebenso fanden der Landrat des Vogtlandkreises, Herr Rolf Keil sowie Abgeordnete des Land- sowie des Kreistages den Weg nach Hammerbrücke. Die Beauftragte des Vogtlandkreises für Menschen mit Behinderungen, Frau Dagmar Nauruhn, welche seitens des Landratsamtes des Vogtlandkreises maßgeblichen Anteil am Zustandekommen der beiden Projekte Bahnsteig und Fahrgastwagen hatte, zeichnete gemeinsam mit dem FHWE für die Organisation der Einweihungsfeier verantwortlich.

Die Eröffnungsansprache hielt der Bürgermeister der Gemeinde Muldenhammer, Herr Jürgen Mann. Der Eisenbahnbetriebsleiter des FHWE, Herr Matthias Büttner von der Museumsbahn Schönheide, übergab im Auftrag des Landesbeauftragten für Bahnaufsicht beim Freistaat Sachsen, Herrn Dr. Steffen Henkel, die Genehmigung zur Inbetriebnahme sowohl des Bahnsteiges als auch des Fahrgastwagens. Musikalisch umrahmt wurde das Ganze von den Trommlern des Fanprojekts „Trommelwirbler Vogtland” aus Plauen. Anschließend durchschnitt Staatsministerin Frau Klepsch gemeinsam mit Landrat Keil das grün-weiße Eröffnungsband, welches die Eingangstür des neuen Fahrgastwagens bis dato versperrte. Sogleich nahmen alle Ehrengäste - mit und ohne Mobilitätseinschränkungen - in den mitgeführten Sitzwagen des WEX ihre Plätze ein und los ging die „Probefahrt” mit dem neuen VB 24 04 nach Rautenkranz. Den Abschluss der Eröffnungsfeier bildete dort ein kleiner Imbiss mit Gesprächen und Gedankenaustausch.

Zwischen Juni und August rollte der neue, barrierefreie Fahrgastwagen zunächst im Probebetrieb. Noch standen an dem Fahrzeug einige Restarbeiten an. Voraussichtlich ab September 2017 kann der WEX dann regulär problemlos auch von Rollstuhlfahren genutzt werden.

Der Fahrgastwagen VB 24 04 weist eine größere Länge als die drei anderen WEX-Fahrgastwagen VB 24 01 bis VB 24 03 auf. Dadurch bietet das neue Fahrzeug Platz für bis zu sechs Rollstuhlfahrer. Außerdem befinden sich im VB 24 04 acht fest eingebaute Sitzplätze, die z.B. von Begleitpersonen von Behinderten, aber auch von sonstigen nicht mobilitätseingeschränkten Personen genutzt werden können. Stehen keine Beförderungen von Rollstühlen oder anderen Mobilitätshilfen für Behinderte an, können im VB 24 04 zahlreiche Fahrräder Platz finden. Besteht gerade auch hierfür kein Bedarf, ist aber die Nachfrage nach regulären Sitzplätzen im WEX gerade sehr groß, können in den VB 24 04 kurzfristig bis zu zehn mobile Sitze eingebaut werden. Dann bietet dieser Fahrgastwagen bis zu 18 nicht behinderten Fahrgästen ausreichend Platz. Das Fahrzeug ist also für einen sehr flexiblen Einsatz konzipiert. Probieren bitte gern auch Sie einmal eine Mitfahrt im neuen Fahrgastwagen des Wernesgrüner Schienen-Express aus und überzeugen Sie sich selbst!


nach oben 15.08.2017: FHWE kauft von DB Eisenbahnstrecke Schönheide Ost - Muldenberg

FHWE . Der Förderverein Historische Westsächsische Eisenbahnen e.V. (FHWE) hat mit Wirkung zum 1. August 2017 den Streckenabschnitt Schönheide Ost - Muldenberg der ehemals durchgehenden Eisenbahnstrecke Chemnitz - Aue - Adorf (CA-Linie) von der Deutschen Bahn AG käuflich erworben. Die DB hatte die Infrastruktur dieses seit 2008 durch den FHWE auf Pachtbasis genutzten Teils der CA-Linie im Jahr 2016 zum Verkauf ausgeschrieben. Nach einem nicht einfachen Bieterverfahren hat der FHWE im Februar 2017 den Zuschlag für den Erwerb der Strecke erhalten. Die Unterzeichnung und notarielle Beurkundung des Kaufvertrages erfolgte am 12. Juni 2017. Seine Rechtskraft erlangte der Vertrag mit Wirkung zum 1. August 2017. Seit jenem Tag ist der FHWE damit vollumfänglicher Eigentümer der von ihm genutzten Eisenbahnstrecke Schönheide Ost - Schönheide Süd - Hammerbrücke - Muldenberg.

Über den genauen Kaufpreis haben beide Vertragsparteien - Deutsche Bahn und FHWE - Stillschweigen vereinbart. Kommuniziert werden kann jedoch die ungefähre Höhe der Gesamtkosten, die dem Verein mit dem Erwerb der Strecke entstanden sind. Diese belaufen sich auf einen hohen fünfstelligen Gesamtbetrag.

Für den FHWE bedeutet der Erwerb der Strecke Schönheide Ost - Muldenberg nichts Geringeres als den Fortbestand seiner Existenz sowie die Möglichkeit, die im Jahre 1999 begonnene, nicht einfache, in der Summe jedoch erfolgreiche Vereinsarbeit fortsetzen zu können. Ein Verkauf der Strecke Schönheide Ost - Muldenberg an einen anderen Bieter als den FHWE hätte nicht weniger als den Wegfall der Existenzgrundlage des Vereins bedeutet und in der Folge dessen die Beendigung der Arbeit des FHWE und noch weiter gedachtet die potenzielle Auflösung des Vereins.

Außer dem FHWE waren im Bieterverfahren als Wettbewerber ausschließlich Verwertungsgesellschaften zu Gange, deren Geschäftstätigkeit und Kaufinteresse darin bestand, die Gleise der Strecke Schönheide Ost - Muldenberg zeitnah zu demontieren, als Schrott zu verkaufen sowie die im Anschluss daran freiwerdenden Grundstücke nachfolgend weiter zu veräußern. Ausschließlich die Tatsache, dass der FHWE von der DB den Zuschlag für den Erwerb der Strecke bekommen hat - was ausdrücklich keine Selbstverständlichkeit und kein Selbstläufer war - bewirkt, dass der „Wernesgrüner Schienen-Express” auch weiterhin verkehren kann, dass die Vereinsarbeit des FHWE weitergeht und die weitere Reaktivierung der Strecke Schönheide Ost - Muldenberg weiterhin verfolgt werden kann.

Der Werdegang des Verkaufsprozederes der Strecke Schönheide Ost - Muldenberg von der DB an den FHWE in den Jahren 2016 und 2017 ist für an den Hintergründen hierzu interessierten Leser ein interessantes Kapitel, weshalb untenstehend hierauf näher eingegangen wird.

Zuvor jedoch sei ein Sonder-Spendenaufruf zur Kofinanzierung der Kosten des Streckenkaufs ausgesprochen. Wie genannt ist der Erwerb der Strecke Schönheide Ost - Muldenberg für den Verein mit hohen fünfstelligen Kosten (nicht weit unterhalb der Sechsstelligkeit) verbunden. Dies belastet den Finanzhaushalt des Vereins in außerordentlichem und außerplanmäßigen Maße. Trotz des Weiterbestehens der regulären Spendenaktion 2013 - 2017 des FHWE „Zug um Zug zum Zug” zugunsten des historischen Reisezugprojektes „Wilzschhaus Nostalgie-Express” bitten wir daher alle Freunde des westsächsischen Eisenbahnwesens, eine Sonderspende an den FHWE zu Gunsten des Kaufs der Strecke Schönheide Ost - Muldenberg zu tätigen. Zuwendungen werden hierfür dringend benötigt. Diesbezügliche Spenden können eingezahlt werden auf das Konto des FHWE:

Kontoinhaber:
IBAN:
BIC-/SWIFT-Code:
Bank:
Verwendungszweck:
FHWE e.V.
DE70 8705 4000 3667 0000 99
WELADED1STB
Erzgebirgssparkasse
Spende Streckenkauf CA
Spendenziel: 20.000 Euro

Der FHWE dankt auch für Ihre Spende! Je schneller der Streckenkauf refinanziert werden kann, umso zeitiger können durch den Verein die nächsten Projekte an der Strecke angegangen werden. Die Spenden für den Streckenkauf werden ab Herbst 2017 in einer Dankesliste auf der Webseite des FHWE sowie ab 2018 auch in Printmedien des Vereins veröffentlicht. Der FHWE dankt vorab auch für Ihre Spende zugunsten des Streckenkaufs Schönheide Ost - Muldenberg!


Wer sich etwas näher für die „Story” und die Hintergründe des Erwerbs der Strecke Schönheide Ost - Muldenberg interessiert, für den sind die folgenden Ausführungen sicherlich nicht uninteressant:

Im August 2016 erhielt der 1. Vorsitzende des Fördervereins Historische Westsächsische Eisenbahnen e.V. (FHWE), Herr Marco Drosdeck einen Anruf der DB Immobilienverwaltung aus Leipzig, in welchem mitgeteilt wurde, dass die Deutsche Bahn AG die Trassengrundstücke der Strecke Schönheide Ost - Muldenberg zum Verkauf ausschreiben wird. Es war sofort klar, dass der FHWE sich nun einem Wettbewerb im Rahmen eines Bieterverfahrens zu stellen hatte. Die Zeiten, in welchem derartige, seitens der Deutschen Bahn ungenutzte Strecken wie die Linie Schönheide Ost - Muldenberg für die sprichwörtliche „symbolische Mark” abgegeben wurden, waren 2016 lange vorbei.

Unmittelbar nach der Information seitens der DB AG zur Veräußerung der Strecke erfolgte hierzu eine öffentliche Ausschreibung durch die DB, in deren Rahmen der FHWE ein Angebot abgab. Worauf der Verein in diesem Zusammenhang gehofft hatte, trat leider nicht ein - der FHWE war nicht der einzige Bieter. Zwei Verwertungsunternehmen gaben jeweils ebenso ein Angebot ab. Hiernach erfolgte zunächst für jeden der drei Bieter eine Einladung zum Bietergespräch nach Leipzig, welches für den FHWE am 07.11.2016 stattfand. In Begleitung des Bürgermeisters der Gemeinde Schönheide, Herrn Kai Wilhelm, nahm der 1. Vorsitzende des FHWE, Herr Marco Drosdeck dieses Gespräch in den Räumen der DB-Immobilienverwaltung wahr.

Nach der Auswertung der Gespräche bekam jeder der drei Bewerber die Möglichkeit, ein Nachgebot abzugeben. Einer der beiden Verwerter zog sich aus dem Verkaufsprozess zurück, nachdem ihm bekannt wurde, dass die Strecke im touristischen Verkehr genutzt wird und zudem unter Denkmalschutz steht. Der andere Verwerter jedoch bewarb sich auch weiterhin um den Erwerb der Strecke. Dies war für die Erfolgsaussichten des FHWE selbstverständlich negativ und problematisch.

Von der Möglichkeit, ein Nachgebot abzugeben, machte der FHWE Gebrauch. Damit erhöhten sich aber die damit einhergehenden finanziellen Verpflichtungen für den Fall, dass es der FHWE sein würde, welcher den Zuschlag zum Erwerb der Strecke erhält. Allerdings war der Erfolgsfall für den Verein für dessen Weiterbestehen alternativlos. Es gab nur die beiden Möglichkeiten eines Sieges oder der absoluten Niederlage, siehe oben.

Wäre der Verkauf der Strecke Schönheide Ost - Muldenberg an einen Verwerter zustande gekommen, so wäre formell-juristisch zunächst die Konstellation zustande gekommen, dass die Verwerterfirma in den seit 2008 zwischen der DB und den FHWE bestehenden Pachtvertrag als Verpächter eingetreten wäre und der FHWE wäre kurzzeitig Pächter geblieben. Diese Konstellation hätte jedoch nur eine äußerst kurze Zeitspanne bestanden. Denn es war klar, dass im Falle eines Verkaufs der Strecke an einen Verwerter der Pachtvertrag, auf dessen Grundlage der FHWE die Strecke seit dem 01.01.2008 nutzen durfte, seitens des neuen Verpächters, also durch die Verwerterfirma, umgehend gekündigt worden wäre. Dies wurde seitens des verbliebenen Mitbewerbers auch unmissverständlich so kommuniziert. Wie bereits erwähnt: Die Absicht des Verwerters war nach dessen eigener Aussage, die Gleisanlagen der Strecke abzubauen und die freigeräumten Grundstücke weiter zu veräußern. Es blieb dem FHWE somit keine andere Möglichkeit, als ein Nachgebot abzugeben, trotz der damit verbundenen erhöhten Kosten.

Für die Zeit der darauffolgenden Wochen wurde der FHWE dazu aufgefordert, der Deutschen Bahn AG gegenüber darzustellen, welcher Aufwand und welche finanziellen Mittel seit der Aufnahme der Vereinstätigkeit des FHWE in die Wiedernutzbarmachung der Strecke geflossen sind bzw. welche Mittel seitens des Vereins zukünftig in die Strecke fließen werden. Diese Zuarbeit stellte sich als extrem arbeitsintensiv und umfassend dar, denn sie musste vollständig und lückenlos sein. Es ist erstaunlich, welch hohe Summen durch den Verein in die Strecke, ihre Anlagen und Gebäude seit der Aufnahme der Reaktivierungsarbeiten Anfang der 2000er Jahre geflossen sind!

Als alle der umfangreichen Zuarbeiten getätigt waren, hieß es weitgehend warten und hoffen, wobei stetig eine konstruktive Kommunikation zwischen Deutscher Bahn und FHWE stattfand, die ausdrücklich erwähnenswert ist. Wie sich zeigte, hatte der FHWE Glück mit der Sach- und Fachkompetenz der bei der DB mit dem Vorgang betrauten Bearbeiterin. Besonders in der Nachbetrachtung wird klar, wie entscheidend diese Kompetenz über Wohl oder Wehe mitentschieden hat. Kurzum - es hätte auch anders kommen können und das wäre das Ende des Vereins gewesen.

Im Februar 2017 traf dann eine Kommission, welche sich aus Vertretern der DB Services und von DB Netz zusammensetzte, die Entscheidung, wer von den beiden verbliebenen Bewerbern den Zuschlag erhält - die Schrottfirma oder der FHWE. Das für den Verein zuhöchst erfreuliche und schlichtweg lebensrettende Ergebnis hieß: Der Förderverein Historische Westsächsische Eisenbahnen e.V. erhält den Zuschlag für den käuflichen Erwerb der Regelspurstrecke Schönheide Ost - Muldenberg!

Trotz der damit nun zu im Raume stehenden finanziellen Belastung war die Freude hierüber im Verein naturgemäß riesengroß! Derweil hieß es jedoch erst einmal, das Thema vereinsintern zu behandeln, solange der formell-juristische Eigentumsübergang der Strecke von der DB an den FHWE noch nicht über die Bühne gegangen war. Die positive Entscheidung der Verkaufskommission der DB vom Februar 2017 mündete zunächst erst einmal in einen Notartermin am 12.06.2017, bei welchem der Kaufvertrag notariell beurkundet wurde. In diesem Vertrag wurde festgelegt, dass der Eigentumsübergang zum 01.08.2017 erfolgte, wodurch der FHWE zu diesem Datum vollwertiger Eigentümer aller Trassengrundstücke sowie der darauf befindlichen Bahnanlagen und Bauwerke wurde. 458.000 Quadratmeter Grundstücksflächen gingen somit in das Eigentum des Vereins über. Zusammen mit den bereits 2004 (Bahnhofsgebäude Schönheide Süd), 2006 (Schmalspurteil Schönheide Süd) und 2009 (Bahnhofsgebäude Schönheide Ost) erworbenen Teilflächen - insgesamt über 23.000 qm - ergibt sich nunmehr ein Flächenbestand von fast einer halben Million Quadratmetern in Vereinseigentum! Dies stellt gleichsam einen großen Fortschritt als auch eine große Verantwortung für den FHWE dar.

Für den Verein war der Verkaufsprozess eine Herausforderung, der Kauf selbst ist eine Weitere. War es während der Verkaufsverhandlung von entscheidender Bedeutung, dem äußerst komplexen Gesamtprozess gerecht zu werden und allen Ansprüchen und Forderungen des Verkäufers zu entsprechen bzw. jene zu erfüllen, so ist es jetzt wie für die Zukunft bedeutsam, die notwendigen finanziellen Spielräume für den Verein zu erhalten. Denn ohne Umschweife muss eingestanden werden - der Kauf war eine nicht geplante und nicht planbare Geldausgabe, welche der FHWE leisten musste. Zwar fallen nun zukünftig die bisherigen jährlichen Pachtzahlungen für die Nutzung der Grundstücke weg. Dennoch ist die jetzt zu Buche stehende Einmalsumme der Aufwendungen um ein Vielfaches höher als es die bisherigen, planbaren Mietzahlungen gewesen sind.

Ausdrücklich gesagt werden muss aber auch: Ein ganz entscheidender Vorteil verbindet sich mit dem neu erworbenen Eigentum - es wird nunmehr (endlich) möglich, Investitionen in die Streckeninfrastruktur, speziell in Gleise und Brücken, zu planen. Dies war bisher (rechtlich) nicht möglich, da es für gepachtete Objekte keinerlei Finanzierungsmodelle und Förderrichtlinien gibt. Insofern war der Kauf der Strecke Schönheide Ost - Muldenberg ein Quantensprung für den Verein sowie die Weiterentwicklung der Strecke in Punkto touristischer Eisenbahnverkehre.

Hätte es mit dem Kauf hingegen nicht geklappt, wäre dies - wie bereits mehrfach erwähnt - das Ende der Existenzgrundlage des FHWE sowie aller damit verbundener Aktivitäten gewesen.

Gedankt sei daher allen am Gelingen des Ganzen Beteiligten, wobei hier natürlich in erster Linie die Deutschen Bahn AG und ihre kluge und vorausschauende Entscheidung zu nennen ist. Weiterhin geht der Dank an die beiden Landräte des Erzgebirgskreises Herrn Frank Vogel sowie des Vogtlandkreises Herrn Rolf Keil sowie den Bürgermeistern Herrn Kai Wilhelm (Schönheide), Herrn Uwe Staab (Eibenstock), Herrn Jürgen Mann (Muldenhammer) sowie Herrn Ralf Kretzschmann (Grünbach-Muldenberg) für ihre begleitende Fürsprache. Ferner ergeht ausdrücklicher Dank an die Geschäftsstelle der Dampfbahn-Route Sachsen für deren beratende und unterstützende Tätigkeit.

Die neu gewonnene Sicherheit und Stärke des Streckeneigentums nutzend, wird der FHWE noch 2017 sowie auch 2018 eine Reihe von Einzelprojekten zur weiteren Reaktivierung der Strecke Schönheide Ost - Muldenberg vorstellen bzw. in Angriff nehmen, welche bereits konzeptionell erarbeitet wurden und über welche zukünftig zu berichten sein wird.

Für hier und jetzt steht erst einmal gleichsam die Freude als auch die große (finanzielle) Verantwortung im Raume, die sich mit dem Erwerb der Regelspurstrecke Schönheide Ost - Muldenberg verbinden. Vor dem Hintergrund des letztgenannten Aspektes sei an dieser Stelle und abschließend noch einmal das Spendengesuch des FHWE für Sonderspenden zur Finanzierung des Streckenerwerbs erwähnt:

Kontoinhaber:
IBAN:
BIC-/SWIFT-Code:
Bank:
Verwendungszweck:
FHWE e.V.
DE70 8705 4000 3667 0000 99
WELADED1STB
Erzgebirgssparkasse
Spende Streckenkauf CA
Spendenziel: 20.000 Euro

Benötigt wird auch Ihre Spende - vielen Dank!


nach oben 20.07.2017: Rückblick auf den Oldtimertag 2017

FHWE . Bei der bereits zum 4. Mal durchgeführten Oldtimerveranstaltung am Bahnhof Schönheide Süd konnten wir erneut zahlreiche Old- und Youngtimer begrüßen.

Trotz des regnerischen Wetters am frühen Morgen riss der Strom der Besucher nicht ab, so konnten wir insgesamt mehr als 90 Fahrzeuge begrüßen. Eine schöne Mischung aus PKWs, Lieferwagen und verschiedensten LKWs und Einsatzfahrzeugen wurde rund um den Bahnhof Schönheide Süd im passenden Rahmen präsentiert und stieß auf reges Interesse der zahlreichen Besucher.

Nachdem der Regen gegen Mittag aufhörte und sich sogar die Sonne zeigte stand einer gelungenen Veranstaltung nichts mehr im Wege und die professionelle Organisation und das hochmotivierte Team um Maximilian Schmidt taten ihr Übriges um die Veranstaltung zu einem vollem Erfolg werden zu lassen.

Der im Stundentakt nach Tannenbergsthal und zurück verkehrende Wernesgrüner Schienen-Express war meist vollständig ausgebucht und zahlreiche Fahrgäste genossen die Fahrt durch das wildromantische Muldental im offenen „Schienen-Cabrio“.

Hochbetrieb herrschte auch in der Küche und am Grill. Das große Verpflegungsangebot wurde reichlich genutzt und die Roster mundeten hervorragend.

Zudem hatten die Besucher die Möglichkeit im Führerstand einer Diesellok der Reihe V 10 B mitzufahren und so das weitläufige Bahnhofsgelände einmal aus der Lokführerperspektive zu erkunden.

Auch an der Rollwagengrube herrschte reger Betrieb und die Vorführungen beim Auf- und Abrollen eines Güterwagens fanden großen Anklang und weckten so manche Erinnerung als die „Bimm“ noch aufgerollte Güterwagen zur Bürstenfabrik oder nach Rothenkirchen beförderte.

Abschließend kann gesagt werden, dass diese Veranstaltung ein Highlight im Jahresablauf des FHWE darstellte. Der Dank gilt den beteiligten Personalen, die durch ihren unermüdlichen Einsatz zum Erfolg des 4. Wilzschhauser Oldtimertages beitrugen.

Weiterhin möchten wir es nicht versäumen, allen Teilnehmern Danke zu sagen, dass sie mit ihren historischen Fahrzeugen gekommen sind und teilweise trotz Regenwetter ihre Schmuckstücke „ausgeführt“ haben. - HERZLICHEN DANK!

nach oben 08.07.2017: FHWE-Oldtimertag am 15. Juli in Schönheide Süd

FHWE . Am Sonnabend, 15. Juli 2017 findet von 10-18 Uhr unser bereits 4. Old- und Youngtimertreffen am Bahnhof Schönheide Süd (Wilzschhaus) direkt an der B283 Aue-Klingenthal statt.

In diesem Jahr erwarten wir zu dieser Freiluftveranstaltung unter dem Motto „Oldtimer Straße trifft Oldtimer Schiene“ wieder ein breites Publikum. Hierzu sind alle Besitzer und Liebhaber von Kraftfahrzeugen (Baujahr vor 1998) ab 10 Uhr eingeladen, uns mit ihren historischen Gefährten zu besuchen.

Unser Verein wird die Fahrzeugausstellung mit Oldtimern der Schiene, Führerstandsmitfahrten auf einer Diesellok und Rangierbetrieb im Bahnhof bereichern.

Ab 10 Uhr verkehrt das Schienen-Cabrio „Wernesgrüner Schienen-Express“ zwischen Festgelände und Bhf Tannenbergsthal nach Sonderfahrplan im Stundentakt.

Um 14 Uhr startet dann mit der WEX-Abfahrt unser Oldtimer-Konvoi zu einer geführten Ausfahrt ins Grüne (Streckenlänge etwa 60 km).

Wie im letzten Jahr bekommt jeder Teilnehmer mit einem Fahrzeug ein kleines Dankeschön vom FHWE e.V. als Erinnerung.

Der Eintritt ist frei. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Alle Informationen gibt es nochmal hier auf dem Flyer zum Download.

nach oben 10.04.2017: Saison-Eröffnung Wernesgrüner Schienen-Express

FHWE . Das Frühjahr bescherte uns in diesem Jahr schon einige warme und sonnige Tage. Wir hoffen, dass auch über Ostern schönes Wetter den Start der insgesamt bisher zehnten Fahrtsaison des Motordraisinen-Verkehrs „Wernesgrüner Schienen-Express“ (WEX) begleitet.

Los geht es diese Jahr am Karfreitag, dem 14. April 2017. Um 10.00 Uhr startet an diesem Tag der erste fahrplanmäßige WEX im Bahnhof Schönheide Süd zu seiner Fahrt über Rautenkranz und Tannenbergsthal nach Hammerbrücke.

Der zweite Osterfahrtag findet am Ostersonntag, dem 16. April statt.

An den öffentlichen Fahrtagen zwischen April und Oktober ist der „Wernesgrüner Schienen-Express“ dieses Jahr auf seiner Stammstrecke unterwegs.

Alle Fahrtage in diesem Jahr sowie den Fahrplan des „Wernesgrüner Schienen-Express“ finden Sie im Netz unter www.schienen-express.de . Dort gibt es auch den WEX-Flyer 2017 als pdf-Datei zum Download. Oder kommen Sie doch gern wieder einmal in Wilzschhaus vorbei! Im Bahnhof Schönheide Süd kann man den WEX-Flyer 2017 auch „in echt“, also in gedruckter Form mitnehmen. Auf eine gute WEX-Saison 2017!

Der WEX verkehrt nach dem bekannten Fahrplan jeweils um 10:00, 12:00, 14:00 und 16:00 Uhr ab Schönheide Süd (Wilzschhaus) und zurück ab Hammerbrücke um 10:55, 12:55, 14:55 und 16:55 Uhr.

Weitere Informationen gibt es unter den folgenden Links:

Der FHWE möchte sie herzlich zu einer Fahrt auf der CA-Linie einladen!

nach oben 23.01.2017: Update der Spendenaktion „ZUG UM ZUG ZUM ZUG“

Im Januar wurde die Webseite unserer Spendenaktion

„ZUG UM ZUG ZUM ZUG“

umfangreich aktualisiert.

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